Lexware Lohn ELSTER: Lohnsteuerjahresausgleich durch Arbeitgeber im Dezember jeden Jahres, Anleitung Abschlussarbeiten Lohn

Teilen Sie Ihr Wissen mit Ihren Kollegen:

Hier geht es zur Version Lexware Financial Office Pro 2018 (Netzwerkversion):
Lexware Financial Office Pro 2018 Kaufversion als Einmalbetrag statt Monatsabo: GWG-Grenze 800,00 € netto macht es möglich
Lexware Financial Office Pro 2018: Inhalt, Setup bzw. Download, neue Features
Hier geht es zur Version Lexware Financial Office 2018 (Einplatzversion bei Plus mit Mobilmodus für Zweitrechner):
Lexware Financial Office Plus und Handwerk Plus 2018 Kaufversion als Einmalbetrag statt Monatsabo: GWG-Grenze 800,00 € netto macht es möglich

 

Anleitung Abschlussarbeiten Lohn:

Hier das PDF von Lexware mit der  Übersicht:

Lexware Liste Lohn Abschlussarbeiten laufendes Jahr Anfangsarbeiten Folgejahr

Hintergrund:

In §42b EStG ist der Lohnsteuer-Jahresausgleich durch den Arbeitgeber geregelt:

Lohn Buchhaltung Lexware Lern-Ware Margit Klein 195
© Haufe Lexware GmbH Co. KG 11321

Diese Norm gibt in Satz 1 und Satz 2 vor, ob ein Arbeitgeber

  • den Lohnsteuer-Jahresausgleich prinzipiell durchführen muss (min.10 steuerpflichtige Arbeitnehmer am 31.12.) oder
  • durchführen kann (weniger als 10 Arbeitnehmer am 31.12).

Wenn der Arbeitgeber den Lohnsteuer-Jahresausgleich durchführen muss, heißt dies nicht automatisch, dass auch für jeden Mitarbeiter der Ausgleich durchgeführt werden darf.

Zusätzlich muss geprüft werden, ob der jeweilige Arbeitnehmer die in § 42 b Satz 3 genannten Ausschlusskriterien erfüllt und damit der Lohnsteuer-Jahresausgleich durch den Arbeitgeber ausgeschlossen ist.

Ausschnitt aus § 42b Satz 3 EstG:

© Haufe Lexware GmbH Co. KG 84458

Hinweis:

Kein Lohnsteuerjahresausgleich bei geändertem Zusatzbeitrag

Der Arbeitgeber darf den Lohnsteuerjahresausgleich nicht durchführen, wenn sich für den Arbeitnehmer während des Ausgleichsjahres der Zusatzbeitragssatz der Krankenkasse geändert hat.

Lern-Ware Hinweis:

Gilt seit 2015, da der Zusatzbeitrag Auswirkungen auf die steuerlichen Gegebenheiten hat. Über Datei-Drucken-Krankenkassenstammblatt kann geprüft werden, ob die Krankenkassen unterjährig den Zusatzbeitrag geändert haben. Wenn dem so sein sollte, kann über Datei-Drucken-Krankenkassenzugehörigkeit der Mitarbeiterstamm eingesehen werden, der keinen Lohnsteuerjahresausgleich erhalten darf.

Vorgehen und Darstellung im Programm:

Prüfung der Voraussetzungen – Firma und der Mitarbeiter:

Prüfen Sie anhand der gesetzlichen Bestimmungen, ob für die Firma und für welche im Dezember beschäftigten Mitarbeiter der Lohnsteuer-Jahresausgleich durchzuführen ist.

Hier können Sie die Vorschrift aufrufen: §42b EStG.

Wichtig: In Lexware lohn+gehalt darf der Lohnsteuerjahresausgleich für einen Mitarbeiter nur durchgeführt werden, wenn dessen Abrechnungen für das gesamte Jahr mit dem Programm erstellt wurden. (auch wenn die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind)

Lern-Ware Hinweis:

Die Tatsache, ob ein Mitarbeiter durchgängig beschäftigt war, können Sie an folgenden Berichten alternativ ablesen:

  1. Lohnsteuerbescheinigung, sofern nur für den Ausgangskorb erstellt, in der Antwort- oder Elsterzentrale (kann danach wieder gelöscht werden, damit noch Lohnabrechnungen geändert erstellt werden können)
  2. Berichte->Abwesenheit-> Abwesenheitenübersicht als Jahresbericht
  3. Extras->Dakota->Entgeltersatzleistungen->Archiv als Jahresbericht

Auswahl der Mitarbeiter

Rufen Sie zur Durchführung des Lohnsteuer-Jahresausgleichs den Menüpunkt ‚Extras – Lohnsteuer-Jahresausgleich auf.

In dieser Auflistung sind alle im Dezember abgerechneten Mitarbeiter enthalten:

Wählen Sie die Mitarbeiter aus, für die der Lohnsteuer-Jahresausgleich durchgeführt werden soll (in der Voreinstellung sind keine Mitarbeiter markiert).

 

Wichtig:  Lexware lohn+gehalt kann nicht prüfen, ob für die aufgeführten Mitarbeiter der Lohnsteuer-Jahresausgleich durchgeführt werden darf. Prüfen Sie selbst, ob die gesetzlichen Bedingungen bei dem jeweiligen Mitarbeiter erfüllt sind. Nachdem Sie ihre Auswahl gespeichert haben, wird die im Verlauf des Jahres insgesamt einbehaltene Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag mit den sich aus der Jahrestabelle ergebenden Beträgen verglichen.

 

Dokumentation auf der Lohnabrechnung:

Aus der Berechnung kann sich eine Erstattung oder eine Nachzahlung der Lohnsteuer ergeben. Für die gewählten Mitarbeiter werden die Differenzen mit den Steuerabzügen des Monats Dezember verrechnet. Die Lohnabrechnung enthält den Vermerk: ‚Der Lohnsteuer-Jahresausgleich wurde durchgeführt‘.

Dokumentation auf dem Lohnkonto:

Auf der letzten Seite des Lohnkontos werden diese Beträge detailliert für Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag aufgeführt. Das Lohnkonto enthält den Vermerk: ‚Der Lohnsteuer-Jahresausgleich wurde durchgeführt. Der Unterschiedsbetrag ist einbehalten/erstattet‘.

 

Ändern der Auswahl Lohnsteuer-Jahresausgleich

Im Abrechnungsmonat Dezember:

Wenn Sie versehentlich einen Lohnsteuer-Jahresausgleich durchgeführt bzw. versäumt haben, können Sie im Abrechnungsmonat Dezember die Auswahl der Mitarbeiter korrigieren.
Rufen Sie das dazu Menü Extras – Lohnsteuer-Jahresausgleich auf und entfernen bzw. setzen Sie das Häkchen bei den Mitarbeitern, für die kein Lohnsteuer-Jahresausgleich durchgeführt werden soll.

Im Folgejahr:

Nach dem Versand der Lohnsteuerbescheinigung darf die getroffene Auswahl zum Lohnsteuer-Jahresausgleich nicht mehr rückgängig gemacht werden. Deshalb steht die Programmfunktion nur bis zum Januar des Folgejahres zur Verfügung und dann auch nur wenn der Versand der Lohnsteuerbescheinigung verneint wurde.

Im Februar wird der Versand der Lohnsteuerbescheinigung regelmäßig angenommen, eine Änderung ist dann nicht mehr möglich.

Wichtig:  Änderung nur im Korrekturmodus

Aus dem Folgejahr müssen Sie die getroffene Auswahl über den Korrekturmodus ändern. Der Aufruf erfolgt über das Menü ‚Bearbeiten-Korrekturmodus‘. Außerhalb des Korrekturmodus erfolgt keine Neuberechnung der Steuerabzüge.


Lern-Ware Hinweis:

Sollten Sie bei einem oder mehreren Mitarbeitern nach Durchführung des Jahresabschlusses auf einmal negative Lohnsteuerbeträge oder viel zu geringe Lohnsteuerbeträge auf der Dezemberabrechnung vorfinden, ist ziemlich sicher, dass dieser Mitarbeiter nicht in den Kreis der für den Lohnsteuerjahresausgleich berechtigten Personen gehört, da er/sie wahrscheinlich keine durchgängige Beschäftigung während des Kalenderjahres bei Ihnen aufweisen kann. Entweder ist er/sie in den Betrieb im laufenden Jahr eingetreten oder hat wegen Fehlzeiten Unterbrechungen bei der Gehaltszahlungen gehabt.

In diesem Fall muss der Lohnsteuerjahresausgleich ein weiteres Mal ohne diese Mitarbeiter durchgeführt werden, damit auch die Lohnsteueranmeldung insgesamt stimmt und dem Mitarbeiter keine Lohnsteueranteile ausgezahlt werden, die im Rahmen der privaten Einkommensteuererklärung wieder zurück bezahlt werden müssen.

Lexware Lohn: Jahresabschlussarbeiten 2017 für 2018, Jahresanfangsarbeiten 2018


Teilen Sie Ihr Wissen mit Ihren Kollegen: