Lexware® Lohn DAKOTA: Eingaben und Berechnung des Arbeitgeberzuschusses zum Mutterschutz, Lexware® Anleitung für Unterbrechungsmeldung sowie Entgeltbescheinigung

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Die Berücksichtigung von Entgelttatbeständen für schwangere Mitarbeiter und die daraus resultierenden Verpflichtungen zum elektronischen Versand von

  1. Voraussetzung an notwendigen Dateneingaben für die Erstattung von Mutterschutzaufwendungen für den Arbeitgeber
  2. Anträgen auf Erstattung gezahlter Mutterschutzaufwendungen nach deren Berechnung im oder durch das Programm selbst
  3. die Erstellung und der Versand der Entgeltbescheinigung für die KK
  4. die Erstellung und der Versand der Unterbrechungsmeldung an die KK

werden hier der Reihe nach mit allen Notwendigen Dateneingaben für Lexware® vorgestellt:


1. Voraussetzung für die Erstattung der Mutterschutzaufwendungen für den Arbeitgeber

Arbeitgeber, die am Umlageverfahren teilnehmen, haben Anspruch auf Ausgleich Ihrer Arbeitgeberaufwendungen.
Dies ist im Gesetz über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwenddung (AAG) geregelt.

  • Umlageverfahren U1:
    Wenn die Voraussetzungen des § 3 AAG erfüllt sind, muss der Arbeitgeber am Umlageverfahren U1 teilnehmen.Die Angaben zur Umlagepflicht hinterlegen Sie im Menü ‚Verwaltung – Krankenkassenangaben aktuelle Firma‘.

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  • Umlageverfahren U2:
    Grundsätzlich ist jedes Unternehmen U2-pflichtig. Der Erstattungssatz beträgt für alle Unternehmen 100%. Sie müssen aber den Beitragssatz der Krankenkasse eingeben.

Lexware® lohn+gehalt berechnet die Erstattungsbeträge, die Sie als Arbeitgeber gegenüber der gesetzlichen Lohnfortzahlungsversicherung (Umlagekasse) bei Krankheit bzw. Mutterschaft geltend machen können.

Dazu, müssen die unter ‚Eingaben im Programm‘ erläuterten Angaben vorhanden sein.

 

Tipp: Nutzen Sie die Checkliste Erstattung U1/U2.

  • Die Checkliste listet Ihnen die erforderlichen Angaben für eine korrekte Berechnung des Erstattungsbetrags U1/U2 auf.
  • Lexware® lohn+gehalt prüft Ihre Eingaben. Wenn die Daten nicht plausibel bzw. unvollständig sind, sind die Unstimmigkeiten unter ‚aktueller Status‘ erläutert.
    Sie können dieses Dokument drucken.

Sie finden die Checkliste in den Lohnangaben des Mitarbeiters auf der Seite ‚Erstattung U1/U2‘.

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Auf dieser Seite steht Ihnen zusätzlich eine umfangreiche Programmhilfe zur Verfügung. Klicken Sie zum Aufruf der Hilfe auf diesen Eintrag:


Eingaben im Programm

Damit Lexware® lohn+gehalt den Erstattungsbetrag berechnen kann, müssen folgende Eingaben vorhanden sein:

1. Abwesenheit – vereinbarter Arbeitstag

2. Umlagepflicht – Mitarbeiterstammdaten

3. Gewählter Erstattungssatz der Firma.

4. Umrechnung auf die Fehlzeit

5. Angaben zum Erstattungsbetrag und Ansprechpartner in den Firmenstammdaten

6. Übersicht der Erstattungsanträge: ‚Zusätzliche Angaben erfassen‘: Organspende/Schädigung durch Dritte


Lohnangaben zur Berechnung des fortgezahlten Entgelts

Erstattungsantrag mt dakota versenden

1. Abwesenheit – vereinbarter Arbeitstag

Es muss z.Bsp. eine Fehlzeit Krankheit, Arbeitsunfall oder Kur mit Entgeltfortzahlung (Erstattung U1) oder Mutterschutz mit AG-Zuschuss erfasst sein.

Die Abwesenheit muss auf einen ‚vereinbarten‘ Arbeitstag des Mitarbeiters entfallen. Die Arbeitstage erfassen Sie in den Mitarbeiterstammdaten.

Wichtig: Wenn hier unter Anzahl der Arbeitstage weniger als 5 Arbeitstage erfasst sind, wird z.B. bei einer Fehlzeit am Freitag kein Erstattungsantrag erstellt.

Grund: Lexware® lohn+gehalt definiert die Arbeitstage immer beginnend am Montag. In unserer Abbildung wären die vereinbarten Arbeitstage demnach Montag-Mittwoch.

Wichtig: Anzahl Arbeitstage in den Mitarbeiterstammdaten prüfen.

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2. Umlagepflicht – Mitarbeiterstammdaten

Für den Mitarbeiter muss in den Stammdaten die Umlagepflicht U1 und/oder U2 angegeben sein.

  • Setzen Sie in den Mitarbeiterstammdaten auf der Seite Kasse die Häkchen für die Umlagepflicht bei U2 und ggf. U1.
  • Hinterlegen Sie die Umlagekasse. Die zuständige Umlagekasse ist in der Regel die gesetzliche Krankenkasse des Mitarbeiters.
    Sie können nur Krankenkassen wählen, für die Sie in den ‚Krankenkassenangaben allgemein‘ auf der Seite ‚U1-Umlagesätze Krankheit‘ einen Erstattungssatz erfasst haben.

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3. Gewählter Erstattungssatz der Firma.

Wählen Sie in den Krankenkassenangaben ‚aktuelle Firma‘ den gewünschten Erstattungssatz der Firma.

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Wenn der gewünschte Erstattungssatz nicht angezeigt wird, müssen Sie den Erstattungssatz mit dem gültigen Beitragssatz zunächst in den ‚Krankenkassenangaben allgemein‘ erfassen.

Das neue Gültigkeitsdatum eines Erstattungssatzes können Sie über die Schaltfläche ‚Neuer Zeitraum‘ auswählen.

Hinweis: Wenn SieLexware® eService personal‘ nutzen, werden die Beitragssätze zur U1/U2 und Zusatzbeitage tagesaktuell über das Internet geliefert.

4. Umrechnung auf die Fehlzeit

Die Angaben zur Umrechnung auf die Fehlzeit erfassen Sie in den Lohnangaben des Mitarbeiters auf der Seite ‚Erstattung U1/2‘.
Dadurch legen Sie fest, in welcher Höhe die bebuchten Lohnarten für die Erstattung berücksichtigt werden sollen.

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  • Lohnarten, die von einer Erstattung ausgeschlossen sind, werden auf der Seite Erstattung U1/U2 nicht aufgeführt.
  • Die angebotenen Auswahlmöglichkeiten für eine anteilige Umrechnung entsprechen den üblichen und gängigen Berechnungsarten.

Hinweis:
Umrechnungsmethode nicht vorgeschrieben

Der Gesetzgeber schreibt Ihnen die Art der Berechnungsmethode für das fortgezahlte Entgelt nicht vor. Sie können also den Eintrag auswählen, der der üblichen Praxis Ihres Unternehmens bei Teillohnzahlungszeiträumen entspricht.

5. Angaben zum Erstattungsbetrag und Ansprechpartner in den Firmenstammdaten

  • Angaben zum Erstattungsbetrag:
    Geben Sie den Firmenstammdaten auf der Seite ‚Meldeverfahren‘ an, ob der Erstattungsbetrag gutgeschrieben oder überwiesen werden soll.
    Wählen Sie Ihr Bankkonto aus.

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  • Ansprechpartner:
    Hinterlegen Sie in den Firmenstammdaten auf der Seite ‚Betriebsdaten‘ einen ‚Ansprechpartner/-in Entgeltabrechnung‘.
    Der Erstattungsantrag kann nur mit den vollständigen Angaben versendet werden.

6. Übersicht der Erstattungsanträge: ‚Zusätzliche Angaben erfassen‘: Organspende/Schädigung durch Dritte.

Auf der Seite U1/U2 erhalten Sie eine Übersicht der Erstattungsanträge. Hier können Sie über die Schaltfläche zusätzliche Angaben erfassen.

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Ergänzende Angaben zum Erstattungsantrag:

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  • Organspende:
    Wenn die Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters auf eine Organspende zurückzuführen ist, wird kein Erstattungsantrag erstellt.
    Die Erstattung müssen Sie bei der Krankenkasse des Organempfängers beantragen.
  • Schädigung durch Dritte:
    Ist die Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters aufgrund einer Schädigung durch Dritte entstanden, wird dies auf dem Erstattungsantrag bzw. in der Meldedatei gekennzeichnet.

Sie haben die Möglichkeit gleich den dakota-Sendeassistenten zu starten. Beachten Sie unsere Hinweise im Abschnitt ‚Erstattungsantrag mit dakota versenden‘.

Lohnangaben zur Berechnung des fortgezahlten Entgelts

Gehaltsempfänger:

Erfassen Sie in den Lohnangaben des Mitarbeiters das ungekürzte Arbeitsentgelt z.Bsp. Lohnart ‚002 Gehalt‘.

Lexware® lohn+gehalt berechnet das fortgezahlte Arbeitsentgelt automatisch anhand der gebuchten Fehlzeit und der gewählten Umrechnungsart.

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Lohnempfänger:

Erfassen Sie die gearbeiteten Stunden des Mitarbeiters.

  • In der Lohnart ‚007-Lohnfortzahlung krank‘ müssen außerdem die auf die Fehlzeit entfallenden Stunden ausgewiesen sein (fortgezahlte Bezüge).
    Die „Umrechnung“ der Lohnart ‚0007 Lohnfortzahlung krank‘ erfolgt automatisch ‚in voller Höhe (Krankheit)‘.
  • Bei Nutzung der Stundenerfassung:
    Achten Sie darauf, dass bei Lohnempfängern die aufgrund der Fehlzeit ausgefallenen Stunden in der Stundenerfassung eingetragen sind.

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    Die auf die gebuchte Fehlzeit entfallenden Stunden werden dann automatisch in der Lohnart ‚0007 – Lohnfortzahlung krank‘ berücksichtigt.

Eigene Lohnarten
Wenn Sie für die Ausfallzeit eine eigene Lohnart für Lohnempfänger verwenden möchten, legen Sie die Lohnart als Kopie von Lohnart ‚0007 Lohnfortzahlung krank‘ an.
Die kopierte eigene Lohnart erhält automatisch das Kennzeichen ‚Vergütung für Ausfallzeiten – Krankheit‘.

Erstattungsantrag mit dakota versenden:

  • Rufen Sie die Prüfliste über das Menü ‚Extras-dakota -Erstattungsanträge U1/U2 – Prüfliste für die aktuelle Firma‘ auf.
    Hier sind alle zu versendenden Erstattungsanträge sind aufgeführt.
  • Versenden Sie die Erstattungsanträge über das Menü ‚Extras – dakota Erstattungsanträge U1/U2 – Erstattungsanträge versenden‘.
  • Im Menü ‚Berichte – Erläuterung/Umlage-Erstattungsbetrag‘ sind die gesendeten Erstattungsanträge dokumentiert.

Wichtig:
Versand erst, wenn Abrechnung erfolgt ist.

  • Versenden Sie die Erstattungsanträge U1/U2 erst, wenn die Abrechnung für die Mitarbeiter abgeschlossen ist.
    Mit dem Versand des Erstattungsantrags U1/U2 bestätigen Sie, dass Sie die Entgeltfortzahlung geleistet haben (§2 Abs. 2 AAG).

Hinweis:
Wenn Sie berechnungsrelevante Eingaben verändern, wird der ursprüngliche Erstattungsantrag automatisch storniert und neu generiert.


2. Ermittlung des korrekten Arbeitgeberzuschusses als Mutterschaftsgeld

In der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte erhalten von ihrer Krankenkasse während der Mutterschutzfrist ein Mutterschaftsgeld. Das Mutterschaftsgeld wird aus den durchschnittlichen Nettoverdiensten der Arbeitnehmerin aus den letzten 3 Monaten vor Beginn der Schutzfrist berechnet.

Die Krankenkasse zahlt höchstens 13 EUR je Kalendertag, je nach Länge des Monats, also maximal 364 EUR – 403 EUR. Wenn das durchschnittliche Netto der letzten 3 Monate je Kalendertag mehr als 13 EUR beträgt, muss der Arbeitgeber den übersteigenden Teil bis zum Nettoentgelt als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zahlen.
Der vom Arbeitgeber gezahlte Zuschuss zum Mutterschaftsgeld ist steuer- und beitragsfrei und wird automatisch im Programm berechnet. Der Betrag wird in der Lohnart 28 Zuschuss zum Mutterschaftsgeld ausgewiesen.

Vorgehen:

Schritt 1: Fehlzeit – Mutterschutzfrist mit AG-Zuschuss erfassen

  1. Rufen Sie über das Menü – ‚Jahresübersicht öffnen‘ die Lohndaten der Mitarbeiterin auf.
  2. Wechseln Sie in den Bereich ‚Fehlzeiten und Textfeld – Fehlzeiten‘.
  3. Wählen Sie in der Leiste unterhalb des Kalenders die Fehlzeitengruppe ‚Mutterschutzfrist‘ aus.
  4. Klicken Sie auf das Beginn-Datum.
  5. Erfassen Sie im Buchungsdialog den Zeitraum der ‚Schutzfrist mit AG-Zuschuss‘.
    Durch Klick auf ‚Ok‘ öffnet sich der nachfolgend beschriebene Assistent zum Erstellen der Entgeltbescheinigung.

Schritt 2: Eingaben im ‚Assistent für Mutterschutz‘

  1. Erfassen Sie den voraussichtlichen Tag der Entbindung.
  2. Klicken Sie in das Feld ‚von‘, wenn die Mutterschutzfrist abweicht.
    Sie haben die Möglichkeit, die Fehlzeit zu übernehmen oder anzupassen.

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  3. Mit ‚Fertigstellen‘ schließen Sie den Assistenten ab. Die Fehlzeit wird gebucht.
    Die Entgeltbescheinigung steht auf der Meldeprüfliste unter ‚Extras – dakota – Entgeltersatzleistungen‘ zum Versand bereit.

Darstellung im Programm: Berechnungen und Meldungen

Berechnung Zuschuss zum Mutterschaftsgeld

Im Bereich ‚Fehlzeiten und Textfeld – Zuschuss zum Mutterschaftsgeld‘ wird der kalendertägliche Arbeitgeberzuschuss ausgewiesen.

Der Arbeitgeberzuschuss errechnet sich wie folgt:
Durchschnittliches kalendertägliches Nettoentgelt der letzten 3 Monate ./. Mutterschaftsgeld der Krankenkasse 13 EUR
Bei Gehaltsempfängern werden bei der Berechnung der letzten drei Kalendermonate immer 30 Tage zugrunde gelegt. Bei allen anderen Bezügen gelten die tatsächlichen Kalendertage der letzten 3 Monate.
Einmalzahlungen sind nicht zu berücksichtigen.

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Berechnungsgrundlagen selbst eingeben:

Sie haben die Möglichkeit, die Brutto- und Nettowerte als Berechnungsgrundlage für den Zeitraum vor Beginn der Mutterschutzfrist selbst einzugeben. Setzen Sie dazu das Häkchen bei ‚Berechnungsgrundlagen selbst eingeben‘.
Der AG-Zuschuss wird dann aus den selbst eingegebenen Werten ermittelt.

Lohnabrechnung

Auf der Lohnabrechnung wird der ‚Zuschuss zum Mutterschaftsgeld‘ automatisch in der Lohnart 28 ausgewiesen und in die Folgemonate fortgeschrieben.

Beachten Sie: Eine manuelle Eingabe in die Lohnart 28 ist nicht möglich.

Erstattungsantrag U2

Im Bereich ‚Erstattung U1 / U2‘ wird der ‚Erstattungsbetrag: Umlage U2‘ ausgewiesen.
Der ‚Erstattungsantrag U2-Mutterschutz‘ steht auf der Meldeprüfliste unter ‚Extras – dakota – Erstattungsanträge U1/U2‘ zum Versand bereit.

SV-Meldung- Meldgrund 51

Der Beginn der Mutterschutzfrist stellt sozialversicherungsrechtlich eine Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses dar. Die SV-Meldung mit Meldegrund 51 wird automatisch erzeugt.
Wenn die Mutterschutzfrist innerhalb eines Monats, beginnt wird die SV-Meldung im nachfolgenden Abrechnungsmonat erzeugt.

Beispiel:
Die Fehlzeit Mutterschutz mit AG-Zuschuss beginnt am 08.07.2017. Die SV-Meldung mit Meldegrund 51 (Unterbrechungsmeldung wegen Bezug einer Entgeltersatzleistung) wird im August automatisch erstellt.

Meldezeitraum 01.01.2017 bis 07.07.2017 (Tag vor Beginn der Fehlzeit Mutterschutz)

Beachten Sie: Die Beendigung der Fehlzeit Mutterschutz stellt keinen Meldetatbestand dar. Es wird keine SV-Meldung erzeugt

Besonderheit: Mehrfachbeschäftigung/Nebentätigkeit

Übt die Mitarbeiterin eine Nebentätigkeit aus, wird der Zuschuss der Krankenkasse auf beide Arbeitgeber im Verhältnis der Einkünfte aufgeteilt.

Wenn Sie von der Krankenkasse diese Rückmeldung erhalten, tragen Sie den Wert im Feld ‚kalendertägliches Netto aus anderen Beschäftigungen‘ ein. Der zu zahlende AG-Zuschuss wird dadurch angepasst.

Hinweis:

Im verlinkten Dokument erhalten Sie detaillierte Informationen zur Abrechnung Mitarbeiterin in Mutterschutz und weitere Hinweise:

Lexware® Mutterschutz-AG-Berechnung Anleitung


3.Entgeltbescheinigung für Mutterschaftsgeld erstellen

Hintergrund

In der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Frauen erhalten Mutterschaftsgeld. Nicht berufstätige Frauen erhalten kein Mutterschaftsgeld.

Der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld wird in den folgenden Zeiten gezahlt:

  1. sechs Wochen vor dem Entbindungstermin
  2. Tag der Entbindung
  3. acht Wochen – bei Früh- und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen – nach der Entbindung.Wichtig: Wenn die Entbindung vor dem errechneten Termin liegt, wird die nicht genommene Zeit addiert.Hinweise:
  • Wenn Sie in den Lohndaten der Mitarbeiterin eine Fehlzeit ‚Mutterschutzfrist‘ anlegen, wird der Assistent für Mutterschutz geöffnet. Bei Mitarbeitern, die keinen Anspruch auf diese Entgeltersatzleistung haben, ist keine Entgeltbescheinigung zu erstellen. Die Fehlzeit wird ohne Angaben zur Entgeltbescheinigung gespeichert.

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  • Für privat versicherte Mitarbeiterinnen wird keine Entgeltbescheinigung Mutterschaftsgeld erstellt. Die Angaben zur Berechnung des Arbeitgeberzuschusses zum Mutterschaftsgeld finden Sie in den Lohnangaben auf der Seite ‚Zuschuss zum Mutterschaftsgeld‘.
  • Wenn Sie alle Angaben im Assistenten für Mutterschutz erfasst haben, wird die Meldung ab der Aktualisierung Januar 2015 zum Versand mit dakota bereitgestellt.
    Ausführliche Informationen haben wir für Sie im verklinkten PDF-Dokument bereitgestellt: Entgeltbescheinigung fuer Mutterschaftsgeld

In der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte erhalten von ihrer Krankenkasse während der Mutterschutzfrist ein Mutterschaftsgeld. Das Mutterschaftsgeld wird aus den durchschnittlichen Nettoverdiensten der Arbeitnehmerin aus den letzten 3 Monaten vor Beginn der Schutzfrist berechnet.

Die Krankenkasse zahlt höchstens 13 EUR je Kalendertag, je nach Länge des Monats, also maximal 364 EUR – 403 EUR. Wenn das durchschnittliche Netto der letzten 3 Monate je Kalendertag mehr als 13 EUR beträgt, muss der Arbeitgeber den übersteigenden Teil bis zum Nettoentgelt als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zahlen.
Der vom Arbeitgeber gezahlte Zuschuss zum Mutterschaftsgeld ist steuer- und beitragsfrei und wird automatisch im Programm berechnet. Der Betrag wird in der Lohnart 28 Zuschuss zum Mutterschaftsgeld ausgewiesen.

Schritt 3.1: Fehlzeit – Mutterschutzfrist mit AG-Zuschuss erfassen

  1. Rufen Sie über das Menü – ‚Jahresübersicht öffnen‘ die Lohndaten der Mitarbeiterin auf.
  2. Wechseln Sie in den Bereich ‚Fehlzeiten und Textfeld – Fehlzeiten‘.
  3. Wählen Sie in der Leiste unterhalb des Kalenders die Fehlzeitengruppe ‚Mutterschutzfrist‘ aus.
  4. Klicken Sie auf das Beginn-Datum.
  5. Erfassen Sie im Buchungsdialog den Zeitraum der ‚Schutzfrist mit AG-Zuschuss‘.
    Durch Klick auf ‚Ok‘ öffnet sich der nachfolgend beschriebene Assistent zum Erstellen der Entgeltbescheinigung.

Schritt 3.2: Eingaben im ‚Assistent für Mutterschutz‘

  1. Erfassen Sie den voraussichtlichen Tag der Entbindung.
  2. Klicken Sie in das Feld ‚von‘, wenn die Mutterschutzfrist abweicht.
    Sie haben die Möglichkeit, die Fehlzeit zu übernehmen oder anzupassen.

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  3. Mit ‚Fertigstellen‘ schließen Sie den Assistenten ab. Die Fehlzeit wird gebucht.
    Die Entgeltbescheinigung steht auf der Meldeprüfliste unter ‚Extras – dakota – Entgeltersatzleistungen‘ zum Versand bereit.

Darstellung im Programm: Berechnungen und Meldungen

Berechnung Zuschuss zum Mutterschaftsgeld

Im Bereich ‚Fehlzeiten und Textfeld – Zuschuss zum Mutterschaftsgeld‘ wird der kalendertägliche Arbeitgeberzuschuss ausgewiesen.

Der Arbeitgeberzuschuss errechnet sich wie folgt:
Durchschnittliches kalendertägliches Nettoentgelt der letzten 3 Monate ./. Mutterschaftsgeld der Krankenkasse 13 EUR
Bei Gehaltsempfängern werden bei der Berechnung der letzten drei Kalendermonate immer 30 Tage zugrunde gelegt. Bei allen anderen Bezügen gelten die tatsächlichen Kalendertage der letzten 3 Monate.
Einmalzahlungen sind nicht zu berücksichtigen.

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Berechnungsgrundlagen selbst eingeben:

Sie haben die Möglichkeit, die Brutto- und Nettowerte als Berechnungsgrundlage für den Zeitraum vor Beginn der Mutterschutzfrist selbst einzugeben. Setzen Sie dazu das Häkchen bei ‚Berechnungsgrundlagen selbst eingeben‘.
Der AG-Zuschuss wird dann aus den selbst eingegebenen Werten ermittelt.

Lohnabrechnung

Auf der Lohnabrechnung wird der ‚Zuschuss zum Mutterschaftsgeld‘ automatisch in der Lohnart 28 ausgewiesen und in die Folgemonate fortgeschrieben.
Beachten Sie: Eine manuelle Eingabe in die Lohnart 28 ist nicht möglich.

Erstattungsantrag U2

Im Bereich ‚Erstattung U1 / U2‘ wird der ‚Erstattungsbetrag: Umlage U2‘ ausgewiesen.
Der ‚Erstattungsantrag U2-Mutterschutz‘ steht auf der Meldeprüfliste unter ‚Extras – dakota – Erstattungsanträge U1/U2‘ zum Versand bereit.

SV-Meldung- Meldgrund 51

Der Beginn der Mutterschutzfrist stellt sozialversicherungsrechtlich eine Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses dar. Die SV-Meldung mit Meldegrund 51 wird automatisch erzeugt. Wenn die Mutterschutzfrist innerhalb eines Monats, beginnt wird die SV-Meldung im nachfolgenden Abrechnungsmonat erzeugt.

Beispiel:
Die Fehlzeit Mutterschutz mit AG-Zuschuss beginnt am 08.07.2017. Die SV-Meldung mit Meldegrund 51 (Unterbrechungsmeldung wegen Bezug einer Entgeltersatzleistung) wird im August automatisch erstellt. Meldezeitraum 01.01.2017 bis 07.07.2017 (Tag vor Beginn der Fehlzeit Mutterschutz)

Beachten Sie: Die Beendigung der Fehlzeit Mutterschutz stellt keinen Meldetatbestand dar. Es wird keine SV-Meldung erzeugt

Besonderheit: Mehrfachbeschäftigung/Nebentätigkeit

Übt die Mitarbeiterin eine Nebentätigkeit aus, wird der Zuschuss der Krankenkasse auf beide Arbeitgeber im Verhältnis der Einkünfte aufgeteilt.

Wenn Sie von der Krankenkasse diese Rückmeldung erhalten, tragen Sie den Wert im Feld ‚kalendertägliches Netto aus anderen Beschäftigungen‘ ein. Der zu zahlende AG-Zuschuss wird dadurch angepasst.


4.Unterbrechungsmeldung mit Meldegrund 51,52 auch für Mutterschutzzwecke

In der Kranken- und Pflegeversicherung bleibt die Mitgliedschaft Versicherungs­pflichtiger auch ohne Zahlung von Arbeitsentgelt unter bestimmten Voraussetzungen erhalten.

Wenn die Beschäftigung für mindestens einen Kalendermonat unterbrochen wird, ist eine Unterbrechungsmeldung erforderlich.

Die häufigsten Unterbrechungszeiten sind z.B. Bezug von Krankengeld, Mutterschutz. Anhand der eingetragenen Fehlzeiten erkennt das Programm automatisch, wann eine Unterbrechungsmeldung erforderlich ist.


Folgende Fehlzeiten erzeugen eine Unterbrechungsmeldung Meldegrund 51.

  • Krank mit Krankengeld
  • Mutterschutz
  • Krankheit mit Krankengeld
  • Krankheit mit Krankentagegeld
  • Kur mit Übergangsgeld
  • Kur mit Krankentagegeld
  • Arbeitsunfall mit Verletztengeld
  • Pflege eines kranken Kindes mit Krankengeld
  • Mutterschutz mit AG-Zuschuss
  • Elternzeit

Hinweis: Nur wenn die Fehlzeit Elternzeit ohne vorangehende Fehlzeit Mutterschutzfrist beginnt, ist für die Elternzeit eine eigene Unterbrechungsmeldung mit Meldegrund 52 erforderlich.

Beachten Sie: Ein voller Kalendermonat muss unterbrochen sein. Ein voller Kalendermonat bedeutet nicht 30 Tage ab dem Beginn der Fehlzeit, sondern alle Tage vom ersten bis zum letzten Tag eines Monats. Wenn der Mitarbeiter seine Tätigkeit nach der Unterbrechung wieder aufnimmt, ist keine Anmeldung erforderlich.
Beispiel:

Eine Unterbrechungsmeldung mit Abgabegrund 51 wird erstellt.

  • Der Mitarbeiter erhält die Fehlzeit Krankheit mit Entgeltfortzahlung vom 02. Oktober 2012 bis 13. November 2012 im Abrechnungsmonat Oktober
  • Im Abrechnungsmonat November wird direkt im Anschluss die Fehlzeit Krankheit mit Krankengeld erfasst. Zeitraum vom 14. November 2012 bis 28. Februar 2013.
  • Monatswechsel in Dezember

Nach Wechsel in den Monat Dezember erkennt das Programm automatisch, dass die Unterbrechung länger als einen Kalendermonat andauert. Die SV-Meldung mit Abgabegrund 51 wird erstellt.
Lohnkonto

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Die Unterbrechungsmeldung stellt sicher, dass Monate ohne Entgeltzahlung nicht auf dem Rentenkonto als Beitragsmonate ausgewiesen werden.

Endet die Beschäftigung während der Fehlzeit wird eine SV-Meldung mit Meldegrund 30-Abmeldung erzeugt.

Beispiel:

Eine Unterbrechungsmeldung mit Abgabegrund 51 wird nicht erstellt

  • Der Mitarbeiter erhält die Fehlzeit Krankheit mit Entgeltfortzahlung vom 02. Oktober 2012 bis 13. November 2012 im Abrechnungsmonat Oktober
  • Im Abrechnungsmonat November wird direkt die Fehlzeit Krankheit mit Krankengeld erfasst. Zeitraum vom 14. November 2012 bis 21. Dezember 2012.
  • Monatswechsel in Dezember

Die Unterbrechungszeit dauert keinen vollen Kalendermonat an. Der Mitarbeiter nimmt seine Tätigkeit am 22. Dezember wieder auf. Für das laufende Arbeitsentgelt werden daher wieder Beiträge abgeführt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Lern-Ware Hinweis:

Kommunikationsserver Dakota wöchentliche Abholung von SV-Nachrichten oder Rückmeldungen, Fehlerquellen

Lexware® Kommunikationsserver FM00a0044 beim Abholen der Protokolle

Automatische und manuelle Abholung der Krankenkassensdaten ab 2016 über Lexware® Kommunikationsserver

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