Lexware Buchhaltung ELSTER: Ausnahmen für unbillige Härten für Nichtnutzung von Elsterversand entfallen ab 2017

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Hier eine Verlautbarung vom BMF, für alle, die aus betrieblichen oder privaten Gründen ab 2016 ihre gewerbliche oder selbständige Tätigkeit einstellen (müssen):



„Bundesfinanzministerium

Frühere Bekanntgabe der Umsatzsteuererklärungsvordrucke ____________________________________________________________________________________

05.10.2016 | Steuern

Das Bundesministerium der Finanzen hat mit Schreiben vom 4. Oktober 2016 die Muster der Umsatzsteuererklärung 2017 erstmalig vor Beginn des betreffenden Kalenderjahrs veröffentlicht.

Auch in den kommenden Jahren werden die Muster der Umsatzsteuererklärung stets vor dem jeweiligen Jahresbeginn bekannt gegeben.

Damit wird es den Unternehmern, die ihr Unternehmen im laufenden Jahr einstellen und danach zur Abgabe der Umsatzsteuererklärung innerhalb von einem Monat verpflichtet sind, ermöglicht, bereits den für das entsprechende Kalenderjahr gültigen Vordruck zu verwenden.

Da auch die Formulare und Datensätze zur elektronischen Übermittlung der Umsatzsteuererklärung künftig bereits zum Jahresbeginn bereitgestellt werden, können die Unternehmer, die ihr Unternehmen im laufenden Jahr einstellen, ihrer grundsätzlichen Verpflichtung zur elektronischen Übermittlung der Umsatzsteuererklärung nachkommen.

Die Ausnahmeregelung nach Abschnitt 18.1 Absatz 2 Satz 2 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses entfällt daher ab 1. Januar 2017.

Zum Artikel:  http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Umsatzsteuer/BMF_Anordnungen_Allgemeines/2016-10-05-Fruehere-Bekanntgabe-der-Umsatzsteuererklaerungsvordrucke.html?pk_campaign=Newsletter-10.2016&pk_kwd=05.10.2016


Kontakt

Referat für Bürgerangelegenheiten
Wilhelmstraße 97
10117 Berlin
E-Mail: buergerreferat@bmf.bund.de
Web: http://www.bundesfinanzministerium.de


© Bundesministerium der Finanzen

Impressum: http://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Meta/Impressum/impressum.html
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Lern-Ware Hinweis:

§ 18.1 Absatz 2 Satz 2 UStAE lautet:

„….2Eine unbillige Härte liegt hierbei neben den Fällen des Absatzes 1 Satz 4 immer dann vor, wenn der Unternehmer seine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit im Kalenderjahr eingestellt hat (§ 16 Abs. 3 UStG) oder das Finanzamt einen kürzeren Besteuerungszeitraum als das Kalenderjahr bestimmt hat, weil der Eingang der Steuer gefährdet erscheint oder der Unternehmer damit einverstanden ist (§ 16 Abs. 4 UStG).“


Hier die Mustervordrucke mit den Erläuterungen und Beispielen zu den Zeilenangaben der Erklärung im Anhang inklusive:

2016-10-04-muster-usterklaerung-2017

2016-09-30-muster-ust-erklaerung-2016


Lern-Ware Tipp zu Richtlinen und Erlassen von Vater Staat:

Die Lektüre des USt-Anwendungserlasses ist auch für Lexware Nutzer zweckdienlich, da die ganzen Passagen über Auslandsbeziehungen, Konzernpreislegung und Organschaft normaler Weise im Familienbetrieb oder in einer GmbH & Co KG kaum eine Rolle spielen. Oberfinanzdirektionen und Finanzämter sind zur Auskunft verpflichtet, sofern es um das ordnungsgemäße Ausfüllen von Steuervoranmeldungen oder Erklärungen geht.

Steuergestaltungsmodelle dürfen dort nicht beraten werden- die gilt es im Lexware-Familienbetrieb immer über Beschäftigungsverhältnisse, Darlehens- oder Kaufverträge zu beachten, selten über gesellschaftsrechtliche Konstellationen.


Lern-Ware Gedanke am Rande zur verschnellerten Rechnungslegung an sich:

Zu bemerken ist seit spätenstens 2013 dass sämtliche Pflichten zur elektronischen Abgabe von Steuererklärung zur schnelleren Bekanntgabe der unternehmensinternen Daten bei Finanzamt führen sollen. So sind auch die GoBD aus 2014 zu verstehen.

Längstens 30 Tage nach Belegeingang wird dem Steuerbürger für die Journalisierung von Belegen zugebilligt. Steuerberater geraten ab 2018 auch in die beschleunigte Abgabepflicht für Ihre Mandate, DATEV muss sich seit 2015 dahingehend softwaremäßig „beugen“, dass nur nach Journalisierung (also absoluter Nachprüfbarkeit der Daten im EDV-System) Steuervoranmeldungen und -erklärungen zum Versand bereit stehen.

In  Lexware-Software ware diese Notwendigkeit, dass nur journalisierte Daten in den Voranmeldungen und Erklärungen enthalten waren, bereits von vornherein enthalten. Buchungen im Stapel waren nicht versandfähig oder wurden in Berichten mit dem „Vorläufigkeitsvermerk“ ausgestattet.


Jegliche Art von Vertragsgestaltung wird im Steuer- und Sozialversicherungsrecht über die Anwendungserlasse und Richtlinien, öffentliche Schreiben zur Vorgehensweise entsprechend dokumentiert und thematisiert.

Hier ein Beispiel für  den Wechsel eines gebrauchten Kfz vom Betriebs- ins Privatvermögen (Nachfragen beim Finanzamt oder OFD jederzeit zulässig!):

umsatzsteuer-anwendungserlass-aktuell-stand-2016-08-10 Stand 10. August 2016

Seite 71-72 aus o. g. Erlass zu unentgeltlichen Wertabgaben im Kfz-Bereich zum Probelesen:

(…die Ziffern vor den Satzanfängen sind dafür da, besser zitieren zu können. Auch in Bezug auf das Finanzamt oder der Oberfinanzdirektion, mit dem/der Rücksprache gehalten werden kann, damit jeder weiß,  welche Stelle gerade um des Verständnis willen debattiert werden muss. Farbliche Markierung und Unterstreichung von Lern-Ware hinzugefügt.)

„Beispiel:

1Ein Unternehmer erwirbt am 1. 7. 01 aus privater Hand einen gebrauchten PKW für 10 000 € und ordnet ihn zulässigerweise seinem Unternehmen zu.

2Am 1. 3. 02 lässt er in den PKW nachträglich eine Klimaanlage einbauen (Entgelt 2 500 €) und am 1. 8. 02 die Windschutzscheibe erneuern (Entgelt 500 €).

3Für beide Leistungen nimmt der Unternehmer den Vorsteuerabzug in Anspruch.

4Am 1. 3. 03 entnimmt der Unternehmer den PKW in sein Privatvermögen (Aufschlag nach „Schwacke-Liste“ auf den Marktwert des PKW im Zeitpunkt der Entnahme für die Klimaanlage 1 500 €, für die Windschutzscheibe 50 €).

5Das aufgewendete Entgelt für den nachträglichen Einbau der Windschutzscheibe beträgt 500 €, also weniger als 20 % der ursprünglichen Anschaffungskosten des PKW, und übersteigt auch nicht den Betrag von 1 000 €.

6Aus Vereinfachungsgründen wird für den Einbau der Windschutzscheibe keine dauerhafte Werterhöhung des Gegenstands angenommen.

7Das aufgewendete Entgelt für den nachträglichen Einbau der Klimaanlage beträgt 2 500 €, also mehr als 20 % der ursprünglichen Anschaffungskosten des PKW.

8Mit dem Einbau der Klimaanlage in den PKW hat diese ihre körperliche und wirtschaftliche Eigenart endgültig verloren und zu einer dauerhaften, im Zeitpunkt der Entnahme nicht vollständig verbrauchten Werterhöhung des Gegenstands geführt.

9Die Entnahme der Klimaanlage unterliegt daher nach § 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 in Verbindung mit Satz 2 UStG mit einer Bemessungsgrundlage nach § 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG in Höhe von 1 500 € der Umsatzsteuer.

5Die vorstehende Bagatellgrenze gilt auch für entsprechende unentgeltliche Zuwendungen eines Gegenstands im Sinne des § 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 2 und 3 UStG.“


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