Lexware Financial Plus bis Buchhalter Standard: Eigenverbrauchsrechner für unentgeltliche Wertentnahmen als Buchungsvorschlagsliste inklusive


Wie auch schon die in der Einzelplatz integrierte kleine Abschreibungsvariante für Anlagevermögen, beinhalten die Einzelplatzversionen– anders als die Netzwerkversionen- einen Eigenverbrauchsrechner für die Ermittlung von unentgeltlichen Wertentnahmen bei Verbrauch von betrieblich eingekaufter Ware für private Belange durch den Unternehmer oder dessen Familienangehörigen.

Zudem ist wie bei der Anlagenverwaltung über die F1-Taste die interne Hilfe mit den zugehörigen Texten des Bundesfinanzministeriums greifbar.

Hier die ganze Show, zum Anhalten einfach die Pausetaste drücken:

Das Ergebnis gibt Kontonamen bekannt, die je nach verwendetem Kontenplan direkt dort aufgesucht und dann manuell eingebucht werden- der Beleg ist dann z. B. dieser hier:

Eigenverbrauchsrechner für unentgeltliche Wertentnahmen bei Lexware Standardsoftware Buchhalter bis Lexware Financial Office Plus
Eigenverbrauchsrechner für unentgeltliche Wertentnahmen bei Lexware Standardsoftware Buchhalter bis Lexware Financial Office Plus

Die Nutzung oder die Entnahme betrieblicher Gegenstände für private oder betriebsfremde Zwecke dürfen den Gewinn nicht mindern.

Die häufigsten Sach- bzw. Leistungsentnahmen sind die private Kfz-Nutzung – die private Telefonnutzung und die private Warenentnahme.

Entnahmen werden im Soll auf das Konto Privatentnahme 1800 / 2100 (SKR-03 / SKR-04) gebucht.

Je nach Art der Entnahme erfolgt die Gegenbuchung im Haben auf eigens dafür vorgesehene Ertragskonten.

Mit dem Eigenverbrauchsrechner  erstellen Sie eine Buchungsliste zur Verbuchung der privaten Anteile bei der

  1. Nutzung eines Firmenfahrzeugs
  2. Nutzung der Telekommunikationsanlage oder
  3. Entnahme von Waren für den eigenen Verbrauch

Wechseln Sie in den Eigenverbrauchsrechner über die Auswahl im Menü Extras – Eigenverbrauchsrechner.


Stammdaten

Bestimmen Sie zuerst das Abrechnungsjahr – weil die Berechnungsgrundlagen von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein können.

Beantworten Sie die Frage zur Abzugsberechtigung der Vorsteuer – nur wenn Sie umsatzsteuerpflichtige Umsätze ausführen, sind Sie Vorsteuerabzugsberechtigt.

Die aktuellen Steuersätze 19 % und 7% sind voreingestellt.


1. Nutzung des Firmenfahrzeugs für private Zwecke

Man unterscheidet zwei Methoden zur Berechung des privaten Anteils für die Nutzung eines Firmenfahrzeugs:

  • 1% Regelung
  • Fahrtenbuch

Die 1 %-Regelung darf nur für Fahrzeuge angewendet werden, die über 50 % betrieblich genutzt werden. Wird das Fahrzeug weniger als 50% betrieblich genutzt, entfällt das Wahlrecht und die Fahrtenbuchmethode muss angewendet werden.

Tipp: Wer steuerlich optimal fahren möchte, sollte zweigleisig fahren und ein Fahrtenbuch führen. Am Ende des Jahres kann dann durch Vergleichsrechung die steuerlich günstigere Variante gewählt werden. Grundsätzlich ist die Fahrtenbuch Variante bei geringer privater Nutzung und bei gebrauchten Fahrzeugen mit hohem Listenpreis zu empfehlen. Die 1% Regelung ist bei hoher privater Nutzung oder bei Fahrzeugen mit niedrigem Listenpreis die beste Lösung.

Hinweis: Sie finden eine ausführliche Beschreibung zur Berechnung des Eigenverbrauchs nach der 1%-Regelung und nach der Fahrtenbuchmethode im Anhang dieses Schreibens.


2. Nutzung der Telekommunikationsanlage für private Zwecke

Nutzen Sie die betriebliche Telekommunikationsgeräte (Telefon, Fax, Handy) auch privat, müssen die Anschaffungskosten um den Anteil der privaten Nutzung korrigiert werden.

Bemessungsgrundlage für die Korrektur ist die jährliche Abschreibung. Korrigiert wird mit dem prozentualen Anteil der privaten Nutzung.

Geben Sie den Jährliche Abschreibungsdbetrag ein und legen Sie fest mit welchem Prozentsatz die private Nutzung zu berechnen ist.

Tipp: Das Finanzamt akzeptiert in der Regel auch ohne Nachweis eine pauschale Aufteilung im Verhältnis 50/50 bis zu 70/30.

Hinweis: In der Buchungsliste wird der private Anteil an den Telefonkosten als Nettobetrag  ausgegeben. Ermitteln Sie auf den Steuerpflichtigen Anteil erst die Umsatzsteuer und buchen Sie den Bruttobetrag. Das entsprechenden Ertragskonten im Standardkontenrahmen sollte als Automatikkonten gekennzeichnet sein.

Tipp: Der private Anteil aus den laufenden Kosten (Gebühren…) gilt von vornherein als nicht für das Unternehmen bestimmt – es ist keine unentgeltliche Wertabgabe, sondern eine Privatentnahme.

Teilen Sie die laufenden Kosten von vornherein auf den betrieblich und auf den privat veranlassten teil.


3. Entnahme von Waren für den eigenen Verbrauch

Die Warenentnahmen für private Zwecke sind aufzuzeichnen. Aus Vereinfachungsgründen wird die Bemessungsgrundlage für die Entnahme von Gegenständen bei Unternehmen bestimmter Gewerbezweige anhand von amtlich festgelegten Pauschbeträgen ermittelt. Die Pauschbeträge sind Jahreswerte für eine Person. Drücken Sie die Taste F1, wenn Sie zur gültige Tabelle der Pauschbeträge für Sachentnahmen wechseln wollen.


Buchungsliste

Im Druckassistenten finden Sie die Buchungsvorschläge. Die Kontonummern zum Eigenverbrauch sind dort nicht aufgeführt.
Hier eine Auflistung der am häufigsten verwendeten Konten im SKR-03 und SKR-04:

Buchhaltung Buchhalter Lexware Lern-Ware Margit Klein
© Haufe Lexware GmbH Co. KG 48581

Lern-Ware Hinweis:

Lexware Warenwirtschaft, Reisekosten und Buchhalter: steuerrechtliche Mindestanforderungen an Einnahmen- und Ausgabenbelege

Lexware Lohn: Abrechnung von Dienstfahrzeugen als PKW oder E-Bike oder S-Pedelec pro Mitarbeiter und KFZ

Lexware Lohn: Dienstwagen mit 1 % Regelung abrechnen

Lexware Buchhalter: in Buchungsmasken (Stapel, Dialog, Onlinebanking) Buchungstexte anlegen und verwenden, Lexware Anleitung